Sind die billigen Waschmaschinen auch zuverlässig?

Beim Kauf einer neuen Waschmaschine meistens spielt der Preis eine wichtige Rolle. Häufig ist man bereit auch etwas mehr zu bezahlen, um ein qualitativ hochwertiges Gerät zu bekommen. Lohnt sich das überhaupt oder bezahlt man eher nur für Marken? Wir versuchen also heute rauszufinden, ob die billigen, genauer gesagt die günstigen, Waschmaschinen auch qualitativ gut sind.

Es war immer so, dass die bekannten Hersteller immer einen höheren Verkaufspreis einstellen, als diejenigen, die keinen großen Namen haben. So erklärt sich auch die Gestaltung der Preispolitik von kleineren unbekannten Herstellern, indem man den Preis runterdrückt, um im harten Marktkampf mit den namhaften Konkurrenten mitzuhalten.

Der kleine Preis kommt vor allem dadurch zustande, dass die Produktion zum größten Teil in die Länder der Dritten Welt versetzt wird, was eben die Herstellungskosten drastisch senkt. Das führt aber nicht unbedingt zur einen Qualitätsminderung. Wenn man das Qualitätsmanagement vernünftig einsetzt, dann kann man die Qualität auch vor Ort kontrollieren und steuern.

Zu den Herstellern von günstigen Waschmaschinen kann man folgende Firmen zählen:

  • Bauknecht Hausgeräte GmbH (Deutschland)
  • Arcelik A.S. (Türkei)
  • CTC Clartronic International GmbH (Deutschland, Produktion zum größten Teil in China)
  • Whirlpool Corporation (USA)
  • Candy (Italien)
  • Gorenje (Slowenien)

und viele weitere.

Wie man allerdings hier sieht ist es nicht immer No-Name-Hersteller, die noch keiner kennt. Auch bei großen Konzernen, wie zum Beispiel Whirlpool, werden die günstigen Modelle angeboten. Damit will das Unternehmen breite Bevölkerungsschichten ansprechen und somit auch eigene Absatzzahlen steigern. Tendenziell werden höchstwahrscheinlich bald auch die größten Konzerne, wie Siemens oder Miele, in diesen Marktbereich einsteigen.

Die günstigen Waschmaschinen nehmen regelmäßig an verschiedenen Tests teil und man muss ehrlich zugeben, dass die Modelle unter 400-500 Euro immer ziemlich gut abschneiden. Fast bei allen Testparametern gibt es Modelle, die sich kaum von ihren teuren Konkurrenten unterscheiden.

Als Beispiele für eine gelungene und gleichzeitig auch preiswerte Waschmaschine können Bauknecht WA Care 544 (Kaufpreis: rund 380 Euro) und Beko WMB 71643 (Kaufpreis: rund 400 Euro) dienen. Vor allem das Gerät aus dem Hause Arcelik zeichnen gute Energieverbrauchswerte (0,75kWh), Wasserverbrauch (40 Liter), welches viele Extras am Bord hat und allgemein ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweist. Die Waschmaschine Bauknecht hat ähnliche technische Parameter, allerdings ist sie kleiner (5 Liter im Vergleich zu 7 Litern bei Beko) und ist 20 Euro günstiger, als ihr türkischer Konkurrent.

Abschließend kann man sagen, dass man nicht sich nicht immer auf den Namen verlassen muss. Man findet durchaus sehr gute Waschmaschinen für einen relativ kleinen Preis.